Argumente gegen eine Sperrung der Kiellinie Nord für den Autoverkehr

Bürgerbegehren: Soll bei der Umgestaltung der Kiellinie der nördliche Abschnitt für den Autoverkehr weiterhin offen und befahrbar bleiben?

Die bevorzugte Planungsvariante zur Neugestaltung der Kiellinie sieht vor, den nördlichen Abschnitt für den Autoverkehr komplett zu sperren. Diese Maßnahme ist in der Bevölkerung stark umstritten.
Gespräche über Kompromisse sind bislang ergebnislos verlaufen. Die Kiellinie ist eine zentrale Nord-Süd-Achse. Sie ist Bestandteil des übergeordneten Straßennetzes der Stadt und wird von vielen Kieler*innen sowie von Pendler*innen auf der Fahrt zur Arbeit und in die Innenstadt gerne genutzt.
Die Stadt hofft auf die Mobilitätswende, sie versäumt es aber diese durch attraktive Alternativen zum motorisierten Individualverkehr aktiv zu gestalten. Vielmehr wird auf die Einschränkungen des innerstädtischen Verkehrs durch eine nicht adäquate Verkehrsführung zu Lasten der Bevölkerung gesetzt.
Bei Sperrung der Kiellinie wird der Autoverkehr in die angrenzenden Wohn- und Erholungsgebiete gezwungen. Staus auf nicht dafür ausgelegten Straßen, Emissionen und ein erhöhtes Gefahrenpotential für den täglichen Fußgänger- und Fahrradverkehr, insbesondere für Schulkinder, sind die Folge. Besonders betroffen ist die Feldstraße, die bereits eine hohe Verkehrsbelastung aufweist. Forstbaumschule und Diederichsenpark, ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete, werden gänzlich zerschnitten. Die Qualität als Naherholungsgebiet und Gründenkmal wird weiter beeinträchtigt.
Demgegenüber sind die Gestaltungsmöglichkeiten im Nördlichen Abschnitt der Kiellinie stark eingeengt. Der Fördehang ist Landschaftsschutzgebiet, mit der Folge sehr restriktiver Eingriffsverbote für Maßnahmen zur signifikanten Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Die Sperrung der Kiellinie betrifft viele Kieler*innen. Sie sollte durch einen breiten Konsens getragen und so die Spaltung in der Bevölkerung überwunden werden.

So

22

Nov

2020

Weihnachtsmarkt-Light muss Schaustellern ein geeignetes Umfeld bieten

 

Die Schausteller und Budenbetreiber haben coronabedingt ein Horrorjahr hinter sich: Beinahe alle Veranstaltungen, auf denen sie hätten Umsätze generieren können, sind ausgefallen. Hohe Kosten für den Erhalt ihrer Buden und Fahrgeschäfte haben sie trotzdem. 

Die Stadt Kiel zeigt sich offen für Weihnachtsmärkte-Light, was wir als Freie Demokraten ausdrücklich begrüßen. „Wir unterstützen jeden Ansatz, der es ermöglicht, dass Unternehmer ihren Geschäften nachgehen können.“, so der Kieler Kreisvorsitzende Dennys Bornhöft.

Der positive Effekt für die Schausteller, um deren Existenzen es bei dieser Thematik gehen muss, kann sich aber nur einstellen, wenn der richtige Ort mit entsprechender (Lauf-) Kundschaft ausgewählt wird. Eine gesperrte Kiellinie Nord ist und bleibt - gerade im Winter - ein Ort mit geringer Aufenthaltsqualität, zugig und kaum mit Sonne ab der Mittagszeit, sowie schlechter ÖPNV Anbindung. 

 

Wir unterstützen den Vorschlag der Kieler SPD, den Schaustellern ein Angebot zu unterbreiten, da die FDP seit Jahren einen engen Austausch zum Schaustellerverband S-H pflegt. 

Die FDP Kiel setzt sich aber dafür ein, dass die Weihnachtsbuden wie etabliert auf der südlichen Kiellinie zwischen Geomar und Staatskanzlei aufgestellt werden könnten. Hier ist ausreichend Laufkundschaft und die Menschen verweilen hier gerne, auch an Wintertagen. Ergänzend schlägt Ratsfrau und stellvertr. Kreisvorsitzende Annkathrin Hübner vor, belebtere Orte wie den Schloßgarten und die Forstbaumschule in eine Prüfung einzubeziehen. Alle drei Orte bieten einerseits genügend Weitläufigkeit, um die Coronaregeln einhalten zu können und andererseits genügend Ambiente, um eine gemütliche adventliche Stimmung aufkommen zu lassen. 

Hier könnten die Schausteller zumindest so viel verdienen, um ihr Personal, ihren Wareneinsatz sowie die etwaigen Standgebühren bezahlen zu können.

Den Vorschlag Hübners stützt auch der Kieler Direktkandidat zur Bundestagswahl, Max Mordhorst: „Wir setzen auf das bewährte Konzept der Kieler Woche, dass noch mehr Platz benötigt als ein Weihnachtsmarkt-Light und dennoch ganz ohne Straßensperrungen an der Kiellinie Nord auskommt.“

 

Die FDP Kiel lädt den SPD Kreisvorstand und deren gewählten Bundestagskandidaten gerne auf einen Becher Kakao ein - bei der Bude nahe Seehundbecken.

Di

10

Nov

2020

FDP Kiel: Krachendes Scheitern der Stadtbahn in Wiesbaden ist eine Mahnung

„Als zentrale Weichenstellung auf dem Weg zur Realisierung eines zukunftsorientierten ÖPNV-Systems in Kiel“, sieht der Kreisvorsitzende der FDP Kiel, Dennys Bornhöft, die Vergabe der Trassenplanung und der Öffentlichkeitsbeteiligung an das internationale Ingenieurbüro Rambøll.

Jetzt sei der Punkt gekommen, an dem die Menschen dieser Stadt ihre Anregungen zum künftigen Verlauf einer Stadtbahn oder eines BRT-Systems deutlich machen können.

Dennys Bornhöft führt weiter aus:

„Ein solches Projekt ist nur mit dem großen Rückhalt der Bürger*innen umsetzbar. Um eine möglichst breite Akzeptanz zu erzielen, haben sich SPD, CDU, Grüne und FDP darauf geeinigt, keine Schienengebundenheit als Vorfestlegung zu treffen. Das Ergebnis der Planung soll möglichst die

beste Infrastrukturlösung hervorbringen. Als Freie Demokraten ist uns wichtig, dass bei so weitreichenden Verkehrsvorhaben die Bevölkerung eng eingebunden wird und mitwirken kann. Die Stadtbahn in Wiesbaden ist durch einen Bürgerentscheid gescheitert, u.a. weil dort Verwaltung und Politik mit zu geringem Rückhalt der Einwohnerinnen und Einwohner vorgegangen sind. Das darf uns in Kiel nicht passieren. Des Weiteren sollten für eine optimale Lösung auch die Gegebenheiten der Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde mit einbezogen werden. Wir laden daher die Umlandgemeinden ein, sich Gedanken zu machen, ob und wie sie Teil dieses Projektes werden können.“

Di

27

Okt

2020

FDP setzt Forderung nach PKW Planungsvariante an der Kiellinie Nord durch

Mit Wohlwollen nimmt der FDP Kreisvorstand die Ankündigung des Oberbürgermeisters Ulf Kämpfer vom 27.10.2020 gegenüber den KN zur Kenntnis. Danach sollen für das Wettbewerbsverfahren an der Kiellinie Nord nun doch zwei Planungsvarianten beauftragt werden. Damit ist gewährleistet, dass auch eine Variante geprüft wird, die weiterhin den Autoverkehr an dieser Stelle zulässt.

Der Vorsitzende der FDP Kiel, Dennys Bornhöft, betont hierbei die intensiven Verhandlungen innerhalb der Kooperation und der Verwaltung, in denen sich die Position der Liberalen nunmehr als Prüfpunkt durchgesetzt hat: „Wir haben von Beginn an im August 2019 betont, dass alle Mobilitätsvarianten an der Kiellinie Nord weiterhin ihren Platz haben müssen und bei der Vergabe der weiteren Planungen, die im November 2020 erfolgen soll,  keine Vorfestlegung über die Festsetzung der Planungskriterien erfolgen darf.“, so Bornhöft.

Weiterhin kritisiert er den bisherigen Beteiligungs- sowie Informationsprozess: „Die Initiative „Kiellinie für Alle“ ist das Ergebnis der bisher mangelnden Kommunikation und Beteiligung; die Bevölkerung fühlt sich nicht genug mitgenommen. Daher sind die Debatten und Verhandlungen innerhalb der Kooperation so wichtig, damit der bestmögliche Kompromiss für die Mehrheit der Kielerinnen und Kieler erreicht werden kann. Auch wenn so mancher in der Stadtpolitik diese Debatten und Verhandlungen als lähmend empfindet – ein Durchregieren gegen die Bevölkerung ist mit uns Freien Demokraten nicht zu machen. Des Weiteren brauchen wir ein ganzheitliches, stadtweites Verkehrskonzept. Nur nach Erstellung eines Verkehrskonzeptes, das nicht nur auf Annahmen, sondern auf mehrfachen Messungen beruht, können Bewertungen vorgenommen und die richtigen Entscheidungen vorbereitet werden. Dies muss sowohl das gesamte Stadtgebiet im Auge haben, als auch Neubaugebiete und Gewerbeansiedlungen sowie Entwicklungen in den Umlandgemeinden stärker berücksichtigen. 

Die FDP sieht dem offenen Planungswettbewerb zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität in Kiel positiv entgegen. 

Sa

17

Okt

2020

Sperrung am Königsweg: FDP Kiel sucht das Gespräch mit betroffenem Gewerbetreibendem Kriwat

 

Die Sperrung des Königwegs hat in den letzten Tagen die Diskussion um die Verkehrspolitik der Stadt Kiel erneut hochkochen lassen.
Christina Musculus-Stahnke, FDP (Mitglied im Bauausschuss und Ratsfrau), Dirk Becker, FDP (Mitglied Ortsbeirat Mitte) und Dennys Bornhöft, FDP Kiel Vorsitzender und MdL haben dies zum Anlass genommen, mit einem der am stärksten von der Sperrung Betroffenen und Beeinträchtigtem zu sprechen – dem Geschäftsführer der Firma Kriwat GmbH, Michael Kriwat. 

Die Kriwat GmbH ist ein Sanitätshaus und Spezialist in Sachen orthopädische Schuhtechnik. Viele Kunden Kriwats sind demzufolge in ihrer Mobilität eingeschränkt und erreichen die Filiale im Königsweg mit dem Auto. Durch die Sperrung ist diese Erreichbarkeit nun schwer eingeschränkt. Auch die Lieferverkehre sind davon betroffen. Große LKW müssen die Sperrung durch die kleine Stichstraße umfahren. Das macht die ganze Verkehrssituation an dieser Stelle weder ruhiger noch sicherer für alle anderen Verkehrsteilnehmer.
Das Signal der Stadt Kiel, die vorher die Gewerbetreibenden an der Stelle nicht miteinbezogen hat, ist fatal: Lohnt es sich für die Firma, sich an dieser Stelle zu vergrößern? Täte man besser daran in eins der Gewerbegebiete umzuziehen, die gut für alle Verkehrsteilnehmer zu erreichen sind, die im Zweifel aber nicht mehr innerhalb der Stadtgrenzen liegen? Läuft Kiel Gefahr, durch diese Politik solide und gut laufende Mittelständler zu vertreiben? All diese Gedanken und Sorgen treiben uns als FDP Kiel um. Wir setzen uns dafür ein, dass Kiel eine Stadt bleibt, in der alle Verkehrsteilnehmer ihren Platz behalten und gut nebeneinander existieren können. Auf keinen Fall möchten wir Gefahr laufen, Unternehmer, die der Stadt viel zurückgeben, zu verlieren, weil diese unnötig durch Maßnahmen wie die aktuelle Sperrung gegängelt werden. 

Fr

11

Sep

2020

Größtmögliche Bürgerbeteiligung bei der Zukunft der Kiellinie durch Bürgerentscheid schaffen

Anlässlich der öffentlichen Veranstaltung der Kieler Stadtverwaltung über die Modernisierung der Kiellinie erklärt der Kreisvorsitzende der FDP Kiel, Dennys Bornhöft:

 

„Der Handlungsbedarf an der Kiellinie ist groß, nicht nur um bauliche Mängel der Spundwand endlich zu beseitigen.  Die vom Oberbürgermeister zurecht als „Sahnestück der Stadt" bezeichnete Kiellinie ist von großem Interesse für alle Kielerinnen und Kieler. Wir von den Freien Demokraten fordern schon seit längerem die Aufenthaltsqualität an der Kiellinie zu erhöhen. Dazu zählt auch die Kiellinie Nord, die zum Beispiel über weitere Bademöglichkeiten und Gastronomie  aufgewertet werden könnte.

Ebenso sehen wir auch Möglichkeiten, dies neben dem Erhalt der Straße zu realisieren, beispielsweise durch die Überbauung der Wasserkante für einen Fußgängerweg.

 

Wir freuen uns daher grundsätzlich über das Vorhaben der Stadtverwaltung zur Umgestaltung der Kiellinie. Bei der Diskussionsveranstaltung vom 10.09.2020 war eine der größten Kontroversen das etwaige Sperren des PKW-Verkehrs. Wir begrüßen, dass die Verwaltung um Baudezernentin Doris

Grondke hier in den Dialog mit der Bevölkerung tritt. Aufgrund der großen Bedeutung, sowohl im Hinblick auf Naherholung als auch im Verkehrswesen, wünschen wir Freie Demokraten uns eine größtmögliche Bürgerbeteiligung. Dies ist leider insbesondere durch die Begrenzung der

Teilnehmer aufgrund der Corona-Pandemie erschwert. Um eine möglichst breite Basis für oder gegen eine Straßensperrung zu erreichen, setzen wir uns für einen Bürgerentscheid ein.

 

Die FDP Kiel sieht die Sperrung und Wegnahme von Verkehrsinfrastruktur, auch für einzelne Mobilitätsformen, kritisch, soweit nicht für eine gleich leistungsfähige und angemessene Alternative bzw. Ausweichstrecke gesorgt wird. Sollte sich die Mehrheit der Kielerinnen und Kieler für eine Straßensperrung der Kiellinie aussprechen, muss verkehrstechnisch ein Kollaps an der Feldstraße und Umgebung vermieden werden. Es entspricht schließlich nicht der Lebensrealität, dass die Wegnahme von Verkehrsinfrastruktur zu weniger Verkehrsaufkommen führt.